|
Unterleibsoperationen
|
Welche es gibt. Wann sie notwendig sind und wann ratsam. Und in welchen
Fällen heute andere Therapien eher in Frage kommen.
|
PATIENTINNEN HABEN ES HEUTE BESSER:
|
Für viele gynäkologische
Erkrankungen, bei denen früher operiert werden mußte, stehen
jetzt andere Therapien zur Verfügung.
Zum Beispiel Medikamente oder eine bestimmte Gymnastik.
Und viele einstmals große Operationen lassen sich heute mit vergleichsweise
kleinen Eingriffen beheben.
|
KEINE OPERATION
ZUVIEL.
ABER WENN NOTWENDIG - SOFORT.
|
|
Wenn die Frauenärztin
oder der Frauenarzt zu einer Operation rät, dann können Sie
davon ausgehen, daß sie bzw. er die Gründe dafür und dagegen
bereits genau abgewogen hat.
So wird z. B. dann eine
Operation empfohlen, wenn es keinen anderen Weg gibt, die normale Funktion
der weiblichen Organe wiederherzustellen, wenn das Gewebe oder ein ganzes
Organ so geschädigt ist, daß keine andere Chance, zu einer
Gesundung besteht.
Und dann gibt es noch die
Operationen, die vom ärztlichen Standpunkt aus absolut lebensnotwendig
für Sie sind und die sofort durchgeführt werden müssen.
|
|
EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE HÄUFIGSTEN GYNÄKOLOGISCHEN
OPERATIONEN
|
|
Jeder gynäkologische
Eingriff hat den Sinn, Ihr Leben und besonders auch Ihr Leben als Frau
zu verbessern. Sie sollen sich danach wohler fühlen als vorher.
|
|
WARUM PASSIERT DAS AUSGERECHNET
MIR?
|
|
Frauen, die einen geplanten
Eingriff nicht als einen persönlichen Schicksalsschlag verstehen,
sondern als ärztliche Hilfeleistung, auf die sie ein gutes Recht
haben, werden im allgemeinen sehr viel besser mit der Situation fertig.
Ihre Frauenärztin/Ihr
Frauenarzt wird Ihnen dabei gerne helfen. Nutzen Sie jetzt die Chance,
nach all dem zu fragen, was Sie auf dem Herzen haben. Lassen Sie sich
alle Vor- und Nachteile der Operation erklären, die positiven Folgen
ebenso wie die möglichen negativen.
Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem
Arzt auch über Ihre Gefühle und Ihre Ängste. Hilfreich
kann zudem ein Gespräch mit Frauen sein, die eine derartige Operation
bereits hinter sich haben.
|
ANGST IST DIE NATÜRLICHSTE
REAKTION.
INFORMATION DAS BESTE MITTEL DAGEGEN.
|
|
Falls Sie das Beratungsgespräch
nicht voll überzeugt hat, sollten Sie sich noch mehr Sicherheit durch
die Meinung eines zweiten Arztes, also durch eine Zweitdiagnose, holen.
Im dringenden Fall sollten Sie jedoch darauf achten, so schnell wie möglich
zu handeln.
Dieses Infoblatt des Berufsverbands
der Frauenärzte will Ihnen einen ersten Überblick über
die wichtigsten Operationen und über Erkrankungen geben, die einen
Eingriff notwendig machen können. Aber auch genauso über die
anderen, oft neuen Therapien, die zu erfolgversprechenden Ergebnissen
geführt haben.
Es soll und kann nicht das Gespräch zwischen Ihnen und Ihrer Ärztin/Ihrem
Arzt ersetzen.
Doch die Informationen in
diesem Blatt werden Ihnen dabei helfen, sich sicherer zu fühlen,
gezielter nachfragen zu können und die für Sie richtige Entscheidung
mit zu treffen.
|
|
EIERSTOCKZYSTEN
|
|
Zysten
sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, die aus Eierstockgewebe
entstehen und sich vergrößern können. Die meisten sind
gutartig. Häufigste Ursache für eine Zyste ist ein Eibläschen
(Follikel), das beim Eisprung nicht wie normal geplatzt ist.
Zysten können jedoch auch durch wucherndes Eierstockgewebe zu Geschwülsten
anwachsen. Manche werden faustgroß. Viele dieser geschwulstartigen
Zysten sind gutartig. Einige jedoch nicht. Nicht immer läßt
sich das hundertprozentig von außen her diagnostizieren. Die Ärztin/der
Arzt wird im Zweifelsfall zu einer Entfernung der Zysten raten.
Zysten, die wahrscheinllich gutartig sind und noch keine Beschwerden verursachen,
müssen dennoch regelmäßig überwacht werden - durch
Tastuntersuchung und durch Ultarschall.
|
|
DIE SYMPTOME
|
|
Zysten
verursachen oft gar keine Beschwerden und werden, wenn sie klein sind,
meistens bei Routineuntersuchungen entdeckt. Manchmal machen sie sich
aber auch durch Störungen im Monatszyklus, durch ungewöhnliche
Schmerzen oder ein unangenehmes Druckgefühl im Unterbauch bemerkbar.
|
|
DIE DIAGNOSE
|
|
Der Frauenarzt/die Frauenärztin
erkennt die Zysten durch eine Tast- und Ultraschall-Untersuchung.
|
|
DIE BEHANDLUNG
|
|
Gutartige Zysten können
sich entweder von allein oder im Zuge einer Behandlung mit Medikamenten
zurückbilden. Zysten, die bei einer Ultraschall-Untersuchung verdächtig
erscheinen, sowie solche, die besonders schnell wachsen oder stärkere
Beschwerden bereiten und auf Medikamente nicht ansprechen, müssen
operiert werden.
Ob der betroffene Eierstock dabei erhalten werden kann, läßt
sich oft erst während der Operation entscheiden. Falls beide Eierstöcke
wegen Zysten entfernt werden müssen, wird Ihnen anschließend
eventuell zu einer Hormonersatz-Therapie geraten.
|
|
ENDOMETRIOSE
|
|
Die Endometriose ist ziemlich
verbreitet und häufig Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit.
Bei dieser Erkrankung wächst die Schleimhaut (das Endometrium), die
im Normalfall nur die Gebärmutter innen auskleidet, auch außerhalb:
etwa im Bereich der Eierstöcke, der Eileiter, der Gebärmuttermuskulatur
und auch auf anderen Organen, wie z. B. Harnblase oder Darm. Diese Schleimhautnester
bauen sich im Laufe des Zyklus auf und reagieren auf die monatliche Hormonveränderung
genauso wie die Gebärmutterschleimhaut.
Die Endometriose tritt also
nur in den Jahren auf, in denen die Frau ihre Regelblutung hat. Typisch:
Bei einer Schwangerschaft verschwinden die Beschwerden meist spurlos,
können jedoch mit dem Einsetzen des Monatszyklus nach der Entbindung
wiederkehren. Mit der letzten Blutung in den Wechseljahren hört auch
meist die Endometriose auf.
|
|
DIE SYMPTOME
|
|
Starke
krampfartige Schmerzen, die ein bis zwei Tage vor Beginn der Menstruation
einsetzen und wenige Stunden vor, oft auch mit Eintritt der Monatsblutung
nachlassen.
Einige Frauen haben während der Blutung noch ungewöhnlich starke
Schmerzen. Die Menstruation ist häufig stärker als gewöhnlich,
manchmal auch länger. Auch Schmerzen oder Blutungen beim Geschlechtsverkehr
können Anzeichen einer Endometriose sein.
|
|
DIE DIAGNOSE
|
|
Hierfür
ist eine sorgfältige gynäkologische Untersuchung notwendig,
die oft durch eine Ultraschall-Diagnose ergänzt wird.
Manchmal wird die Ärztin/der Arzt auch eine Bauchspiegelung durchführen.
Dabei wird durch einen kleinen Schnitt in der Bauchdecke ein optisches
Instrument eingeführt. So kann das Ausmaß der Erkrankung festgestellt
werden. Ein Teil der Endometrioseherde kann dabei auch sofort beseitigt
werden.
|
|
DIE BEHANDLUNG
|
|
Zunächst wird versucht,
durch eine Hormonbehandlung die Endometriose zu verlangsamen oder ganz
aufzuhalten. Die Erfolgsaussichten sind recht gut. Bei einem Großteil
der Frauen können die starken Schmerzen beseitigt werden. Zeigen
der Tastbefund und die Ultraschall-Untersuchungen, daß die Endometrioseherde
zurückgegangen sind, kann mit einer Operation noch abgewartet werden.
Sollten die Schmerzen jedoch trotz der Hormonbehandlung anhalten bzw.
noch größere Endometrioseherde vorhanden sein, kann nur ein
Eingriff weiterhelfen. Bei einer Bauchspiegelung können kleinere
Herde beseitigt werden. Und zwar durch Hochfrequenzstrom oder durch Laserstrahlen.
Eine hormonelle Nachbehandlung soll verhindern, daß sich die Endometrioseherde
wieder neu bilden.
Bei großen Schleimhautinseln
muß eine größere Operation durchgeführt werden.
Nur in seltenen Fällen müssen dabei auch die Gebärmuter
und die Eierstöcke entfernt werden.
|
|
MYOME
|
|
Myome
sind gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur. Sie treten
bei etwa 20 Prozent aller Frauen über 30 Jahre auf.
Die meisten Myome sind sehr klein und werden oft nur zufällig entdeckt.
Wenn sie keine Beschwerden verursachen, reicht eine regelmäßige
ärztliche Beobachtung aus. In den Wechseljahren bilden sie sich wegen
der nachlassenden Hormonproduktion meist ganz zurück.
|
|
DIE SYMPTOME
|
|
Größere
Myome können starke Blutungen hervorrufen und/oder die Gebärfähigkeit
der Frau beeinträchtigen. Manchmal drücken sie auch auf Blase
oder Darm und verursachen so Beschwerden. Manche Frauen spüren sie
auch störend beim Geschlechtsverkehr.
|
|
DIE BEHANDLUNG
|
|
Mit einer Hormonbehandlung
kann versucht werden, eine Rückbildung der Myome zu erreichen. Oftmals
ist jedoch früher oder später eine Operation unumgänglich;
einzelne Myome lassen sich dabei häufig so entfernen, daß die
Gebärmutter erhalten bleibt.
Wenn jedoch die Myome sehr zahlreich sind, trotz medikamentöser Behandlung
immer wieder nachwachsen und Beschwerden verursachen, wird die Frauenärztin
/ der Frauenarzt zu einer Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie)
raten. Die Eierstöcke bleiben dabei in aller Regel erhalten.
|
|
POLYPEN
|
|
Polypen
sind meist harmlose, stecknadelkopf- bis erbsengroße Geschwülste,
die in der Schleimhaut der Gebärmutter und/oder in der Schleimhaut
des Gebärmutterhalses (Zervix) wachsen.
|
|
DIE SYMPTOME
|
|
Polypen können Zwischenblutungen
und auch Blutungen beim Geschlechtsverkehr verursachen.
|
|
DIE DIAGNOSE
|
|
Die
Frauenärztin/der Frauenarzt erkennt die Polypen, die am Gebärmuttermund
sichtbar sind, bei der gynäkologischen Untersuchung. Dabei kann sie/er
meist auch feststellen, ob sie gutartig sind oder verdächtig aussehen.
Deuten die Beschwerden auf Polypen in der Gebärmutter hin, ist zur
genauen Diagnose eine Ausschabung erforderlich.
|
|
DIE BEHANDLUNG
|
|
Außerhalb
der Gebärmutter sitzende Polypen werden bei der Untersuchung abgetragen.
War eine Ausschabung nötig, läßt die Ärztin/der Arzt
das entnommene Gewebe im Labor untersuchen. So können neben gutartigen
Wucherungen auch eventuell krebsverdächtige Zellen in der Gebärmutter
oder im Gebämutterhals entdeckt werden.
|
|
GEBÄRMUTTERSENKUNG
|
|
Schnell
aufeinanderfolgende Schwangerschaften oder die Entbindung eines besonders
großen Kindes belasten den Halte- und Stützapparat der Gebärmutter.
Aber auch eine allgemeine Bindegewebsschwäche der Frau kann die Ursache
für das "Absacken" der Gebärmutter sein. Oft drückt
das Organ dabei auf Blase oder Darm oder rutscht sogar in die Scheide
vor.
|
|
DIE SYMPTOME
|
|
Typische
Beschwerden sind ein Druckgefühl im Unterleib, Rückenschmerzen
und oft unkontrollierter Urinabgang beim Husten, Niesen oder bei körperlichen
Anstrengungen.
|
|
DIE DIAGNOSE
|
|
Die
Beschwerden allein geben schon einen recht guten Aufschluß über
eine mögliche Gebärmuttersenkung. Sicherheit gibt die gynäkologische
Untersuchung. Denn die Gebärmuttersenkung kann die Ärztin/der
Arzt bei der gynäkologischen Untersuchung sehen und fühlen.
|
|
DIE BEHANDLUNG
|
Eine
spezielle Beckenbodengymnastik führt oft zum Erfolg, insbesondere
bei Frauen, deren Beschwerden erstmals nach einer Entbindung aufgetreten
sind. Bringt die Gymnastik keinen Erfolg, wird Ihre Frauenärztin/lhr
Frauenarzt zu einer Operation, einer "Scheiden-Damm-Plastik"
raten. Dabei wird der Beckenboden angehoben und verstärkt.
Jedoch: Dieser operative Eingriff hält manchmal nur wenige Jahre
vor und muß dann wiederholt werden. Deshalb wird Frauen, die keine
Kinder mehr haben möchten, oft zu einer Senkungsoperation geraten,
bei der die Gebärmutter entfernt wird.
|
|
GEBÄRMUTTERHALSKREBS (ZERVIX-KARZINOM)
|
Er
beginnt mit leichten Veränderungen an den Zellen des Gebärmutterhalses
(der Zervix), die noch keine Beschwerden verursachen.
Wird die Krankheit früh genug erkannt, solange sie nur auf die Schleimhaut
und das Gewebe des Gebärmutterhalses begrenzt ist, gilt sie zu fast
hundert Prozent als heilbar. Deshalb sind regelmäßige Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen
so wichtig.
|
|
DIE SYMPTOME
|
|
Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr
und Blutungen, die in keinem Zusammenhang mit der Periode stehen.
|
|
DIE DIAGNOSE
|
|
Bei
der Krebsfrüherkennungs-Untersuchung wird die Oberfläche des
Muttermundes mit einer Vergrößerungsoptik nach Veränderungen
untersucht. Danach wird ein Zellabstrich von der Oberfläche des Gebärmuttermundes
und des Gebärmutterhalses gemacht. Unter dem Mikroskop können
krebsverdächtige Zellen erkannt werden. Sind solche vorhanden, wird
die Ärztin/der Arzt sofort weitere Untersuchungen einleiten. Gewebeproben
und eine Ausschabung der Gebärmutter geben Aufschluß darüber,
wie weit sich die Krankheit ausgebreitet hat.
|
|
DIE BEHANDLUNG
|
Wenn
die Gewebeveränderung nur auf einem begrenzten Gebiet des Gebärmuttermundes
bzw. -halses zu finden ist - und das ist zum Glück in den meisten
Fällen so -, muß nur ein kleines Stück Gewebe entfernt
werden; das nennt man Konisation.
Haben sich die Gewebeveränderungen schon weiter ausgebreitet, sind
bei rechtzeitiger Diagnose die Heilungschancen auch weiterhin recht gut.
Jedoch muß dann meist die gesamte Gebärmutter entfernt werden,
dazu eventuell auch die zugehörigen Lymphknoten. Bei diesem Eingriff
wird versucht, wenn möglich die Eierstöcke zu erhalten, damit
die Hormonproduktion bestehen bleibt.
|
|
GEBÄRMUTTERKÖRPER-KREBS
(KORPUS-KARZINOM)
|
|
Von diesem Krebs sind fast
ausschließlich Frauen über 50 Jahre betroffen. Auch hier gilt:
Wird dieser Krebs frühzeitig entdeckt, sind durchaus Heilungschancen
vorhanden.
|
|
DIE SYMPTOME
|
Wenn
sich nach den Wechseljahren plötzlich wieder Blutungen einstellen
oder im Zuge einer Hormonersatz-Therapie unregelmäßige Blutungen
auftreten, sollte sofort die Frauenärztin/ der Frauenarzt zu Rate
gezogen werden.
Es kann sich dabei um eine Störung im Hormonhaushalt oder um harmlose
Polypen handeln. Manchmal steckt jedoch auch eine ernstere Krankheit dahinter.
|
|
DIE DIAGNOSE
|
|
Ein Zellabstrich allein
ist bei dieser Krebsform oft nicht zuverlässig genug. Deshalb kann
zur Diagnose eine Ausschabung der Gebärmutter erforderlich sein.
Eine genaue Untersuchung der Zellen der Gebärmutterschleimhaut ermöglicht
es, die Ursache der Blutung und die Art eventuell bestehender Zellveränderungen
festzustellen.
|
|
DIE BEHANDLUNG
|
|
Bestätigt
sich der Verdacht auf Gebärmutterkrebs, ist eine Operation nötig.
Dabei werden die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt, eventuell
auch die Lymphknoten. Das verhindert eine weitere Ausbreitung der Krebszellen
im Körper. Oft sind auch Nachbehandlungen mit Medikamenten oder Bestrahlungen
notwendig, damit alle Krebszellen restlos zerstört werden.
|
|
EIERSTOCK-
UND EILEITERKREBS
|
|
Zwanzig von hundert Frauen,
die an Unterleibskrebs erkranken, haben einen Tumor an den Eierstöcken.
Jedoch: Das Risiko, daran
zu erkranken, nimmt mit dem Alter zu. Das durchschnittliche Erkrankungsalter
liegt bei 60 Jahren. Auch hier gilt: Bei frühzeitigem Erkennen sind
die Heilungsaussichten am größten.
Eileiterkrebs kommt sehr selten vor.
|
|
DIE SYMPTOME
|
Da Eierstock- oder Eileiterkrebs
kaum Beschwerden verursachen, gibt es keine eindeutigen Frühsymptome.
Die Frauenärztin/der Frauenarzt kann jedoch bei der Beckenuntersuchung
(Teil der Vorsorge-Untersuchung) Vergößerungen oder Verdickungen
an den Eierstöcken in frühem Stadium ertasten.
|
|
DIE DIAGNOSE
|
|
Bei auffälligem Tastbefund
wird zunächst eine Ultraschall-Untersuchung vorgenommen. Zur weiteren
Diagnose ist eine Bauchspiegelung oder Computertomographie möglich.
|
|
DIE BEHANDLUNG
|
Eierstock- und Eileiterkrebs
sind besonders bösartig. Wenn diese Krankheit diagnostiziert wird,
müssen deshalb oft beide Eierstöcke, die Eileiter, die Gebärmutter
und eventuell auch die Lymphknoten entfernt werden.
Meist ist auch eine Nachbehandlung in Form von Chemotherapie oder Bestrahlungen
notwendig.
|
|
DIE WICHTIGSTEN OPERATIONS- METHODEN
|
|
Je nach Art der Erkrankung,
des geplanten Eingriffs und des Allgemeinzustandes der Frau wird die Ärztin/der
Arzt eine örtliche, periphere (d.h. sich über den ganzen Unterleib
erstreckende) Betäubung oder auch eine Vollnarkose vorschlagen.
Manche kleineren Eingriffe
können auch ambulant in der frauenärztlichen Praxis oder Praxisklinik
durchgeführt werden.
|
|
DIE
AUSSCHABUNG (KÜRETTAGE)
|
|
Das ist ein vergleichsweise
kleiner Eingriff, bei dem die Schleimhaut aus der Gebärmutter "herausgeschabt"
wird. Die Untersuchung dieses Gewebes gibt dem Arzt/der Ärztin genaue
Auskunft über die Ursachen von Beschwerden.
|
|
WANN WIRD DIESE METHODE EINGESETZT?
|
|
Wenn Sie unter Blutungen
außerhalb der Regel leiden, erhält so die Ärztin/der Arzt
Aufschluß über die Ursachen. Genauso wird diese Methode angewandt,
wenn zweifelhafte oder verdächtige Abstriche bei der Krebsfrüherkennung
gefunden werden, bei Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut,
nach einer Fehlgeburt oder auch bei einem Schwangerschaftsabbruch.
|
|
WAS GESCHIEHT DABEI?
|
Die Ärztin/der Arzt
führt eine Kürette (ein löffelartiges Instrument) in die
Gebärmutter ein und schabt die Gebärmutterschleimhaut heraus.
Eine Ausschabung kann bereits zur Therapie genügen: Wenn Blutungen
die Ursache waren, können damit die Beschwerden beseitigt werden.
Das entfernte Gewebe wird im Labor untersucht. So lassen sich auch eventuell
verdächtige Zellveränderungen feststellen.
|
|
UND DANACH?
|
|
Es können geringe Blutungen
auftreten. Deshalb und auch wegen der Infektionsgefahr sollten Sie sich
einige Tage schonen.
|
|
BAUCHSPIEGELUNG
(LAPAROSKOPIE)
|
Die Bauchspiegelung ist
eine Untersuchungsmethode, bei der auch gleichzeitig operiert werden kann.
Auf diesem Wege lassen sich zum Beispiel Zysten, Myome, Endometrioseherde
und auch Eileiterschwangerschaften diagnostizieren und oft auch gleichzeitig
operieren.
|
|
WAS GESCHIEHT DABEI?
|
|
Bei der Bauchspiegelung
wird ein optisches Gerät - und wenn nötig auch chirurgische
Instrumente - über kleine Schnitte durch die Bauchdecke eingeführt.
|
|
UND DANACH?
|
|
Die Patientin leidet hierbei
- verglichen mit herkömmlichen Operationen unter weniger Schmerzen
und erholt sich auch schneller von dem Eingriff. Auf einige Tage Schonung
sollte aber geachtet werden.
|
|
KONISATION
|
|
Auch dieser Eingriff ist
Diagnose und - falls nötig - Behandlung zugleich. Die Frauenärztin
/ der Frauenarzt wird dazu raten, wenn bei einer Krebsfrüherkennungsuntersuchung
verdächtige Zellen am Muttermund entdeckt wurden. Zur genaueren Beurteilung
ist eine Gewebeentnahme nötig.
|
|
WAS GESCHIEHT DABEI?
|
|
Aus dem Muttermund wird
ein kegelförmiges Gewebestück entfernt (ein Konus, daher kommt
der Name dieser Operation). Mit diesem Gewebekegel wird auch das krebsverdächtige
Gewebe mit entfernt. Es wird anschließend im Labor untersucht.
|
|
UND DANACH?
|
|
Wegen der Blutungs- und
Infektionsgefahr sind einige Tage Schonung nötig.
|
|
GEBÄRMUTTERENTFERNUNG
(HYSTEREKTOMIE)
|
|
Die Gebärmutterentfernung
ist wohl die am meisten diskutierte gynäkologische Operation.
Heute werden in der gynäkologischen Praxis immer zuerst alle Möglichkeiten
erwogen, um dieses Organ zu erhalten.
Es gibt jedoch Fälle,
bei denen diese Operation nicht zu umgehen ist: bei Krebs der Gebärmutter
zum Beispiel oder bei Eierstock-/Eileiterkrebs. Genauso bei besonders
großen oder immer wiederkehrenden Myomen, bei anders nicht stillbaren,
schweren Blutungen oder bei einer starken Senkung der Gebärmutter.
In bestimmten Fällen,
zum Beispiel bei Gebärmutterkörper-Krebs oder bei einer ausgedehnten,
auf Medikamente nicht ansprechenden Endometriose, müssen Eileiter
und Eierstöcke mit entfernt werden.
|
|
WAS GESCHIEHT DABEI?
|
|
Eine Hysterektomie kann
auf verschiedenen Wegen vorgenommen werden: entweder durch die Scheide
oder mit Hilfe eines Bauchdeckenschnitts. Das kommt ganz auf die Art der
Erkrankung, den Allgemeinzustand der Patientin und die Erfahrung der Ärztin/des
Arztes mit der einen oder anderen Methode an.
Wenn Sie in dieser Situation
sind, lassen Sie sich die Vor- und Nachteile der Methoden genau erläutern,
und holen Sie, wenn Sie im Zweifel sind, ruhig auch bei einem anderen
Arzt/einer anderen Ärztin eine Zweitdiagnose ein.
|
|
UND DANACH?
|
|
Wurde nur die Gebärmutter
entfernt, wird die Hormonproduktion der Eierstöcke bei Frauen vor
den Wechseljahren meistens nur vorübergehend gestört. Wurden
die Eierstöcke mit entfernt, kann der Körper jedoch von sich
allein keine Geschlechtshormone mehr bilden. Deshalb wird die Frauenärztin/der
Frauenarzt einen medikamentösen Ersatz dieser Hormone vorschlagen.
Scheuen Sie sich nicht,
sich die Vor- und Nachteile einer solchen Behandlung genau erklären
zu lassen.
Nach einer Gebärmutterentfernung gibt es keine Menstruationsblutungen
mehr. Das Fehlen der Gebärmutter selbst ist körperlich nicht
spürbar.
Manche Frauen trauern um
den Verlust des Organs, selbst wenn sie keine Kinder mehr wollten. Gespräche
mit der Frauenärztin/dem Frauenarzt oder auch mit anderen Frauen,
denen es ähnlich erging, können ihnen in dieser Zeit helfen.
|
|
UND WAS PASSIERT MIT DER SEXUALITÄT?
|
|
Eine der häufigsten
Fragen von betroffenen Frauen ist die Frage, wie sich eine Unterleibsoperation
auf das Intimleben auswirken wird.
- Empfinde ich noch so wie früher?
- Erlebt mein Partner mich anders?
Da bei den meisten Operationen
die Unterleibsorgane erhalten bleiben, wird sich nichts ändern.
Falls eine Entfernung der
Gebärmutter notwendig war, hat dies körperlich meistens keinen
Einfluß auf die Weise, wie Sie die Sexualität erleben. Wer
die Sexualität vorher als schön empfunden hat, wird sie auch
nach der Operation so empfinden. Eine Frau bleibt auch ohne die "Organe
der Weiblichkeit" immer eine Frau, die wie zuvor lieben und geliebt
werden kann. Sie braucht aber manchmal eine Zeit, bis sie eine solche
Operation seelisch verarbeitet hat.
Wichtig kann es auch sein,
den Partner dabei einzubeziehen, denn er fühlt sich oft unsicher
und weiß nicht, wie er sich am besten verhalten soll.
|
|
FRAGEN, AUF DIE SIE EINE ANTWORT HABEN SOLLTEN.
|
|
Wir, die Frauenärztinnen
und Frauenärzte, möchten Sie auffordern, uns all die Fragen
zu stellen, die Ihnen am Herzen liegen.
Und dazu gehören ganz gewiß die Fragen, die nur indirekt mit
einer geplanten Operation zusammenhängen. Fragen über Ängste
zum Beispiel, über Partnerschaft und über das Gefühl eines
Verlusts.
Einige der Fragen haben wir hier notiert. Und so kann Ihnen das Infoblatt
ja vielleicht auch bei dem Gespräch mit Ihrer Frauenärztin/lhrem
Frauenarzt helfen.
1.
- Was geschieht eigentlich bei der Operation?
2.
- Welche Risiken gibt es?
- Können Komplikationen auftreten?
- Und wenn ja, wie häufìg passiert
so etwas?
3.
- Welche Narkose ist für die Operation
vorgesehen?
4.
- Gibt es auch noch eine andere Art der
Behandlungsmöglichkeit?
- Wodurch unterscheidet sie sich?
- Wo liegen die Vor- und Nachteile?
5.
- Wo wird der Eingriff vorgenommen?
- In der ärztlichen Praxis?
- Oder in der Klinik?
- Wie lange muß ich dort bleiben?
6.
- Worauf muß ich nach der Operation
achten?
- Was darf ich tun?
- Was nicht?
- Wie lange muß ich mich schonen?
7.
- Was kann ich tun, um mich auch körperlich
auf die Operation vorzubereiten?
- Soll ich die Pille absetzen?
- Was ist mit anderen Medikamenten?
8.
- Welche Beschwerden sind nach der Operation
normal?
- Und wie lange wird es dauern, bis sie
abklingen?
9.
- Ist vor oder nach dem Eingriff eine Hormonbehandlung
notwendig oder ratsam?
- Welche Vor- und Nachteile bringt sie mir?
10.
- Was kann passieren, wenn ich mich nicht
operieren lassen will?
11.
- Wie lange dauert es, bis ich wieder fit
bin?
12.
- Wann und in welchen Abständen sind
nach der Operation Kontrolluntersuchungen notwendig?
|
|
©
Berufsverband der
Frauenärzte e.V.
|